Musikkorps der FF Hamburg Bramfeld

Bramfelder Blasorchester e.V.

CHRONIK

120 Jahre aktiv im Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Bramfeld

Am 19.10.2013 feierten Joachim Wölken und Peter Wendt ihre 60 jährige aktive Mitgliedschaft.




Andreas Dubbe (Bereichsführer Alstertal), Sven Kasch (Wehrführer FF-Bramfeld) , Peter Wendt, Joachim Wölken (von links)






Begrüßung der Jubilare
Einsatz- und Ehrenabteilung, Musikkorps


Die Laudatio geschrieben und verkündet von Sven Kasch (Wehrführer)

Lieber Peter, lieber Achim, liebe Anke, liebe Heike,
liebe Gäste, liebe Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden,

es freut mich ganz besonders hier und heute gleich zwei Jubilare im Raum zu haben, die wir ehren dürfen und auch ehren wollen. 60 Jahre Dienst im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld für die Freiwillige Feuerwehr Hamburg und für unsere Stadt können sich, so glaube ich, allein vom Alter her gar nicht so viele hier richtig vorstellen. Und das auch gleich im Doppelpack.

Man muss kein Mathematikgenie sein, um zusammen addiert auf die Zahl 120 Jahre zu kommen. Mit anderen Worten ist die Dienstzeit der Jubilare gerade mal 6 Jahre weniger, als diese Freiwillige Feuerwehr überhaupt besteht. Aber was vielleicht wenige hier wissen: Ihr 2 seid gleich zweimal in die Feuerwehr eingetreten. Da kommen wir aber später noch darauf zurück.

Lieber Achim, Du bist im Jahre 1941 geboren. Nur wenige hier können von sich behaupten, sie wissen, was in diesem Jahr alles geschah. Die meisten hier sicherlich auch nicht. Die wichtigsten Schlagzeilen aus dem Jahre 1941:

Da Du ja aus einer Feuerwehr-Musikerfamilie kommst, hast Du Dich entschlossen mit 12 Jahren dem Musikkorps beizutreten. Zuerst mit einem Flügelhorn, später kam das Tenorhorn dazu. Achim, verzeih mir aber: mit dem Martinshorn hat das nichts zu tun, oder? Dein Eintritt wurde mit dem 01.06.1953 datiert und dokumentiert. Das war genau vor 22.041 Tagen. Und was mich eigentlich noch mehr begeistert ist die Tatsache, dass Du in all der Zeit dem Orchester immer treu geblieben bist. Auch wenn es beruflich bedingt in mancher Zeit nicht ganz einfach war, den Übungsabend zu besuchen oder einen Auftritt wahr zu nehmen, hast Du es stets probiert und Du warst da, wenn man Dich brauchte. Dafür meinen allerherzlichsten Dank.

Wo wir gerade bei „jemanden brauchen“ sind. Kommen wir mal kurz zu Deinem zweiten Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr, wie eingangs kurz erwähnt. Der fand nämlich offiziell am 01.10.1974 statt. Es war nämlich so, dass die Reserveabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren dringend Personal benötigten. So war es auch in Bramfeld der Fall. Was lag da näher, als in den eigenen Reihen nach Interessenten zu suchen. Und Achim ließ sich, wie einige andere hier auch, nicht lange bitten und wurde prompt vom Musiker zum Reservisten der Einsatzabteilung.

Eine persönliche Frage habe ich allerdings: Hattest Du jemals ein Strahlrohr in der Hand?

Nun haben wir bereits das Jahr 2013 und was soll ich nun sagen. Achim, Du bist immer noch engagiert bei der Sache und unterstützt die Ausbildung des Jugendorchesters. Ich hoffe, dass das Jugendorchester sowie auch das Hauptorchester noch lange Jahre auf Deine Unterstützung zählen können.

Achim, ich danke Dir ganz persönlich für Deinen jahrzehntelangen Einsatz für unsere Freiwillige Feuerwehr, auch im Namen der Kameraden der FF Bramfeld.

Lieber Peter,
jemand hat mal zu mir gesagt, man sagt nicht, dass jemand älter ist. Das sei uncharmant. Deswegen Peter, Du bist ein Jahr jünger als Achim nur anders herum. Aber wenn es Dir hilft, Du bist ein Jahrgang mit Franz Müntefering.

Aber auch aus Deinem Jahrgang die wichtigsten Schlagzeilen:

Auch Dein Eintrittsdatum wurde seinerzeit mit dem 01.06.1953 datiert. Du hattest seit Anfang an und bis heute die Trompete in der Hand. Nach etwas mehr als 20 Jahren Trompete hast Du Dir gedacht, entweder erlerne ich noch ein völlig neues Instrument oder ich mach mal was ganz anderes. Und so kam es, dass Du kein neues Instrument erlernt hast sondern ebenfalls am 01.10.1974 in die Reserveabteilung der Einsatzabteilung eingetreten bist.

Peter, hattest Du zumindest mal ein Strahlrohr in der Hand ?

Dass Du ein Mensch bist, der Verantwortung übernimmt, wenn man jemanden braucht, weiß man im Musikkorps nicht erst seit 1976. In dem Jahr wurdest Du erstmalig zum Kassierer gewählt und hast dieses Amt gute 10 Jahre ausgefüllt. Im Jahr 1987 wurdest Du dann zum Musikzugführer gewählt und hast dieses Amt mit absoluter Leidenschaft ausgefüllt. Dies ist, so glaube ich auch der Grund, warum Du nun heute Ehrenvorsitzender bist.

Auch Du engagierst Dich noch nach all der Zeit im Jugendorchester. Und dafür möchte ich mich auch bei Dir recht herzlich bedanken.

Lieber Achim, lieber Peter, ich glaube nun habe ich genug geredet. Mir bleibt einfach nur zu sagen, danke für Euer Engagement, danke für 2 x 60 Jahre Treue, danke für Alles.

Nicht nur das Orchester, sondern die gesamte FF Bramfeld hofft darauf, dass Euer Engagement, solange Ihr könnt und wollt noch anhält.

Bevor ich es vergesse: Anke und Heike, vielen Dank natürlich auch Euch beiden als Ehefrauen. Ohne Euer Verständnis funktioniert so eine Institution einfach nicht. Herzlichen Dank Euch beiden.

Ich darf mich für die Aufmerksamkeit bedanken und uns allen ein schönes Fest heute Abend wünschen und wieder an Gerd übergeben.

Sven Kasch Wehrführer 19.10.2013

Jubiläumskonzert in Laeiszhalle Hamburg

Nach monatelanger Vorbereitung war es am 17.9.2010 nun endlich soweit: Das Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Bramfeld feiert sein 100-jähriges Jubiläum und lädt ein zum großen Musikfest! Das war der musikalische Höhepunkt während meiner gesamten Zeit beim Musikkorps Bramfeld. Noch nie zuvor saß ich in der Musikhalle von Hamburg, noch spielte ich selbst auf der Bühne!





DAS Orchester…




In Wikipedia heißt es: Die Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg ist das traditionsreiche Konzerthaus Hamburgs am Johannes-Brahms-Platz. Sie ist in dem durch die 2023 Plätze des Großen Saals gesetzten Rahmen mit ihrer großen Orgel und ihrer prachtvollen Architektur seit mehr als hundert Jahren Hamburgs erste Adresse für Konzertveranstaltungen jeglicher Art.

Und in diesem wunderschönen Saal auf dieser riesigen Bühne würden wir heute unser Bestes geben, und unseren Gästen einen unvergesslichen musikalischen Abend bescheren. Vor unserem eigenen Auftritt konnten wir den Klängen der Orchester der Freiwilligen Feuerwehren Braak, Stapelfeld, Brunsbek und Willinghusen zuhören. Diese begeisterten mit traditionellen, modernen und außergewöhnlichen Darbietungen, sowie mit der Opernsängerin. Schon bald war es soweit. In der Pause bauten wir uns schnell auf der Bühne auf, das Lampenfieber stieg und schon ging es los. Das erste Stück “Musik ist Trumpf” war ein guter Einstieg für uns Musiker- wir waren sehr sicher und konzentriert. Doch trotzdem ließ mein Lampenfieber nicht nach.





…an seinem besonderen Tag.




Auch unser zweites Stück “Erinnerungen an Hans Albers” klappte sehr gut; es war schön zu sehen, wie Manfred Stapelfeld in der Laeiszhalle das Publikum mit seinem Akkordeon zum Schunkeln brachte. Auch die Solisten Beate, Peter und Steffen überzeugten im Dixie-Style! Unser drittes Stück “1958” konnten wir nun schon mit etwas mehr Gelassenheit spielen; jedoch nicht nachlässiger in der Konzentration.

Bei jedem Applaus konnte ich in die stolzen Gesichter meiner Eltern blicken, die extra aus dem Weserbergland angereist waren. Sie hätten sicher auch niemals gedacht, dass ich mal in der Musikhalle Hamburg spielen würde, als sie mich damals zum Saxophon-Unterricht geschickt haben  Bei “Hits International” war für mich persönlich das Flügelhorn-Solo von Marc ein besonders gefühlvolles Highlight! “Thank you for the music” sagten bzw. spielten wir Bramfelder als letztes Stück. Bei der Zugabe “Highland Cathedral” mit unserem Solisten Wolfgang und bei den abschließenden Hymnen von Schleswig-Holstein und Hamburg wurde es noch einmal richtig feierlich.




Professionelles Auftreten mit hervorragender musikalische Leistung.





Was ein Konzert! Überglückliche und überwältigende Gefühle! Unser Dirigent Manfred hat klasse Arbeit geleistet, und wir können stolz sein, dass wir so einen engangierten und geduldigen Dirigenten haben. Riesen-Dank natürlich an alle Helfer und Organistoren!!! Ihr habt viel Energie und Zeit investiert! Es hat sich gelohnt! Auch möchte ich auch Klaus danken, der mit seiner fantastischen Moderation das Konzert bereichert hat.

Fotos und Bericht: Kerstin Wellekötter       

Jubiläum 2010 - Unser Geburtstagswochenende

Anlässlich unseres 100jährigen Bestehens des Blasorchesters Hamburg-Bramfeld feierten wir mit vielen Gästen und unserem befreundeten Partnerorchester aus Furnes (Norwegen) vom 18.06.-20.06.2010 diesen großen und besonderen Geburtstag.



Unsere Freunde aus Norwegen


Das Geschenk unserer norwegischen Freunde: Musik


     

Ann-Iren (Vorstand) überreicht musizierende und tanzende Tralle an unseren Vorstand Gerd




Für meinen Mann und mich war es das erste Zusammentreffen mit den norwegischen Musikern und wir freuten uns sehr darauf. Ganz spontan erklärten wir uns wie viele andere auch bereit zwei Musikerinnen bei uns zu Hause aufzunehmen. Je näher der Termin unseres Geburtstags-wochenende rückte desto aufgeregter wurden wir. Wie verständigt man sich? Sind die Gäste nett? Mögen sie das Frühstück? Können sie gut schlafen? Doch ich denke diese Sorgen waren unbegründet. Kristine und Hege haben sich, so denke ich jedenfalls, wohl gefühlt und die Tage bei uns genossen.




Mit SEHR guter Laune erwarten wir unsere Gäste




Am Freitagmittag empfingen wir die Norweger mit Musik im Volkshaus Berne. Für einige gab es ein freudiges Wiedersehen, für mich ein Kennenlernen! Es war ein fröhlicher Empfang mit vielen freudestrahlenden Gesichtern, Kaffee und Kuchen! Das tröstete uns sicherlich über das verlorene Fußballspiel gegen Serbien hinweg.




…so haben wir es alle am Liebsten – in bunter Reihe mit unseren Freunden.



Für den Kommers am Abend im Volkshaus Berne bereiteten wir und ganz viele liebe Helfer alles vor. Der Musikverein Furnes hielt auf der Bühne eine Generalprobe für das Konzert am Abend ab. Und schon ging es mit unseren beiden Norwegerinnen, mit denen wir uns auf Englisch verständigen konnten, ab nach Hause. Dort gab es eine kleine Wohnungsführung sowie eine Stärkung. Doch schon bald mussten wir uns uniformfein machen, um pünktlich zu unserem großen Festabend zu erscheinen.



…nach getaner Arbeit, nun die Feier



Der Kommers, eine hochoffizielle Feier mit vielen Festreden, war ein gelungener Abend. Die Redner konnten uns mit viel Herz und Freude ihre Glückwünsche überbringen. Peter und Anke haben abwechslungsreich durch den schönen Abend geführt. Das Essen war köstlich und die Getränke reichlich. Abgerundet wurde die festliche Veranstaltung durch die Musik des Musikvereins Furnes.


Noch ein tolles Geschenk – das Jugendorchester macht für uns Musik


 




…es ist angegrillt


Am Samstag hatten wir ein volles Programm. Wir starteten den musikalischen Tag mit einem gemeinsamen Konzert des Blasorchesters Bramfeld und des Musikvereins Furnes beim Quarree in Hamburg-Wandsbek. Trotz einiger Regenschauer war die Stimmung gut und immer mehr Leute versammelten sich vor der großen Bühne, um sich an der Musik zu erfreuen. Und so konnten wir von 11:00 bis 13:00 Uhr die Hamburger und alle anderen Besucher mit modernen, traditionellen und dazwischen liegenden Klängen begeistern. Anschließend ging es für unsere norwegischen Freunde auf Sightseeing-Tour durch Hamburg. Das teilweise schlechte Wetter konnte sie weder von einer Hafenrundfahrt noch von einer kurzen Shopping-Tour durch die Innenstadt abhalten. Währenddessen bereiteten wir unseren Proberaum für die am Abend geplante Party vor.




…und danach wird ordentlich gefeiert




…und getanzt




Abends ließen wir den Tag mit einer wundervollen Grillparty ausklingen. Es gab einen kleinen Überraschungsauftritt unseres Jugendorchesters. Eine super Idee! Außerdem wurde gemeinsam gesungen, gelacht und getanzt. Zu essen und zu trinken gab es reichlich und ich denke, dass wir alle den schönen Abend genossen haben.  Leider ging auch dieser irgendwann zu Ende. Ich habe gemerkt, dass ein klein wenig Alkohol meinen Englischkenntnissen auf die Sprünge geholfen hat. Um 4:00 Uhr fielen wir müde, aber glücklich ins Bett. Morgens konnten wir ein bisschen länger schlafen…



...wie es sich gehört, auch mit Akkordeon und Hamburg Musik




Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen. Um 12 Uhr trafen sich alle an der Feuerwache Bramfeld, um die Norweger zu verabschieden, natürlich mit ein wenig Musik. Ich hätte nie gedacht, dass ich nach nur 3 Tagen Kennenlernen, sogar ein wenig feuchte Augen bekommen könnte. Doch ich muss sagen, dass ich Kristine und Hege gern gewonnen habe. Und alle anderen natürlich auch.

Es war ein wunderschönes gelungenes Wochenende, zu dem alle beigetragen habe. Vielen Dank an alle Helfer und an die Organisatoren. Eine große Leistung!!! 1000 Dank dafür!

Fotos: Marc Wellekötter | Bericht: Kerstin Wellekötter       

Das Blasorchester ab 1963

Die erste größere Reise führte die Musiker 1963 zum Turnfest nach Essen. Bei der Schlussveranstaltung in der ausverkauften Gruga – Halle sorgten die Bramfelder für den musikalischen Rahmen. In den Jahren 1964 bis 1967 spielte das Orchester anlässlich der bekannten ETV – Maskeraden in Planten und Blomen, nahm am Nordmarktreffen in Lübeck teil und spielte 1966 im Rahmen eines Kreis-, Turn- und Sportfestes zum 100 jährigen Bestehen des MTV Salzhausen und feierte 1967 in Bramfeld den 80. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr.

Das Jahr 1968 sollte dann für das Orchester eine große Überraschung bereithalte: Hille Beckers, die bei Otto Wölken das Saxophonspielen erlernte, stellte den Antrag in das Orchester aufgenommen zu werden. Innerhalb des Orchesters gab es unterschiedliche Meinungen, denn es war bis dahin doch eine reine “Männergesellschaft”, die zwar nichts gegen Frauen hatte, doch eine Frau in ihren Reihen? Wenn das man gut geht! Hille konnte sich durchsetzen, als erste Frau wurde sie in das Orchester aufgenommen. Die Hürden beim Feuerwehramt konnten Dank der Hilfe und Initiative des damaligen Bereichsführers Theo Nehrens überwunden werden.

Im Jahr 1985 sind es 11 Frauen und Mädchen, die in dem Orchester “ihren Mann stehen”.

Anlässlich des Turnerfestes 1968 eröffnete Otto Wölken in der Seehofallee ein Tonstudio. Er wollte sich noch intensiver um die Ausbildung des Musikernachwuchses kümmern.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung im Januar 1969 gab Otto Wölken die Leitung der Kapelle an Hein Stender ab und widmete sich nur noch der Nachwuchsausbildung.

Zum Feuerwehrfest 1969 hatte man sich etwas Besonderes einfallen lasssen¸ die Bramfelder Feuerwehr hatte die Fußballmannschaft des Otto – Versandes zu einem Freundschaftsspiel eingeladen. Der Reinerlös der Veranstaltung ging an das Hilfswerk “Ein Platz an der Sonne”. Der bekannte Regisseur Jürgen Roland hatte sich zusammen mit anderen namhaften Künstlern der guten Sache zur Verfügung gestellt. Er war der Schiedsrichter des Wettkampfes und hörte die Kapelle, die für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung zu sorgen hatte. Jürgen Roland war begeistert. Er hatte genau das Richtige für seinen neuen Film gefunden. Die Bramfelder wurden engagiert. So kam es, dass das Liebesmädchen Paula vom Orchester auf dem letzten Weg über die Reeperbahn begleitet wurde. – Zu sehen und zu hören im “Die Engel von St. Pauli”.

In den Jahren 1970 bis 1973 hatte die Kapelle viele Einsätze. Sie spielte z.B. zum 40. Stiftungsfest der FF – Oldenfelde, sorgte für den musikalischen Rahmen der Turnschau 71 in der Alsterdorfer Halle, spielte 1972 zur Grundsteinlegung der Bramfelder Schwimmhalle auf; im September 1972 waren es allein 12 Laternenumzüge, die durch die Musikbegleitung des Orchesters erfolgreich waren. Im November dann feierte man zusammen mit vielen Hamburger den 100. Geburtstag ihrer Feuerwehr mit Konzerten auf den Rathausmarkt.

Es ist bekannt, dass Musiker gern reisen und unsere Musiker bilden da keine Ausnahme; so entstand 1973 die Idee, noch eine weitere Reise zu unternehmen.

Werner Wegner übernahm Anfang 1974 die musikalische Leitung der Kapelle und sah sich vor die Aufgabe gestellt, neue Impulse in die Kapelle zu tragen und ein Repertoire für die geplante große Reise einzustudieren. Gemeinsam wurde geprobt, geprobt und nochmals geprobt. Im September 1974 war es dann soweit, die Visa waren beantragt und erteilt, die Reisekosten von jedem Teilnehmer aufgebracht und die Gastgeschenke waren eingepackt; der Sprung über den großen Teich nach Amerika wurde gewagt.

Das Blasorchester in den USA

Im September 1974 war es dann soweit, die Visa waren beantragt und erteilt, die Reisekosten von jedem Teilnehmer aufgebracht und die Gastgeschenke waren eingepackt; der Sprung über den großen Teich nach Amerika wurde gewagt.

Über Stuttgart ging die Reise nach New York zur Teilnahme an der alljährlichen Steubenparade. Die Bramfelder waren Gäste des Deutsches Clubs in Clark, New Jersey, Ridgefield, Connecticut und Newark, Delaware. In den Catskills, dem amerikanischen Schwarzwald, konnten sie sich einen Tag entspannen, dann ging die Reise weiter nach Washington, DC. Neben einem Konzert vor dem Weißen Haus stand ein Empfang in der Deutschen Botschaft auf dem Programm. Am letzten Tag gab das Orchester dann noch ein Konzert im World Trade Center in New York.

Nach der Reise stand der Alltag wieder auf dem Programm des Orchesters, im Februar 75 die Einweihung der Rettungsstation in Bramfeld, das alljährliche Musik- sowie das Bramfelder Feuerwehrfest, die Einweihung der Bezirksschwimmhalle in Niendorf wie auch zahlreiche Jubiläen und Laternenumzüge. Auf dem “Hamburger Christmarkt” rund um die Petri Kirche sorgten die Bramfelder für Musikalische Weihnachtsstimmung.

Zusammen mit dem Akkordeon – Club Freundesband veranstaltete die Kapelle 1976 ihr erstes Konzert in der Aula der Hohnerkamp-Schule. Ein weiteres Konzert in dieser Aula folgte 1981; ein eben so großer Erfolg wie das Konzert am 05.05.84 in der Aula der Schule Hegholt.

Durch einen alten Bramfelder, der seit mehr als 30 Jahren in Oberfranken wohnt, entstand eine Verbindung zum Blasorchester Hochstadt, 1977 nahmen die Bramfelder mit großem Erfolg an den Hochstädter Blasmusiktagen teil. Das Orchester hatte Gelegenheit in der Basilika “Vierzehnheiligen” einige Choräle zu blasen; für alle war es überwältigend in diesem herrlichen barocken Bauwerk zu spielen.       

Das Schülerorchester, Jahrgang 1953

Aus dem Jahrgang 1953 sind Werner Cornehl (Tuba), Gerhard Gfell (Es-Horn), Harald Paepcke (früher Klarinette, jetzt Große Trommel), Peter Wendt (Trompete) und Joachim Wölken (Flügelhorn) der Blasmusik treu geblieben.

Am 20. Mai 1951 auf dem Kreisfeuerwehrfest in Hamburg – Rahlstedt wurde der Grundstein zu einem Spielring von Blaskapellen der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Stormarn gelegt. Es war den guten Kontakten von Otto Wölken zu den Wehren des Kreises Stormarn sowie den Verbindungen von Walter Paepcke, der in den Walddörfern und im Kreis Stormarn gearbeitet hat, zu verdanken, dass der Spielring gegründet wurde.

Es schlossen sich die Feuerwehr – Kapellen von Braak, Groß-Hansdorf, Hoisdorf, Stapelfeld, Willinghusen, Ahrensburg, Todendorf und Bramfeld zusammen. Die Kapellen von Ahrensburg und Todendorf sind inzwischen ausgeschieden, neu dazu gekommen ist die Kapelle der FF Brunsbek.

Alljährlich veranstaltet der Spielring ein Musikfest, zu dem sich alle Kapellen treffen. Die Organisation und Ausrichtung dieser Feste geht reihum. Das diesjährige Musikfest findet am 31. Mai 1985 in Brunsbek statt.

In Bramfeld feiern wir das Musikfest im Rahmen des alljährlichen seit 1950 stattfindenden Feuerwehrfestes. 1987 werden die Bramfelder wieder die Ausrichter des Musikfestes sein. Dann feiern wir 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bramfeld, den 25. Verbandsfeuerwehrtag und natürlich das Musikfest.

Das alljährliche Feuerwehrfest oder auch die berühmten drei tollen Tage von Bramfeld feiern wir mit Feuerwerk und Tanz, Wettspielen für die Kinder, Karussell und Zuckerbuden. Nicht zu vergessen ist die inzwischen liebenswerte Tradition des “Weckenblasens”, ab 6 Uhr am Sonntag mit anschließenden Frühschoppen.

1958 trat das Orchester dem Deutschen Turnerbund bei. Die Musiker trugen jetzt neben der Uniform des Feuerwehr auch das Weiß der Turner.

Das Bramfelder Blasorchester war und ist weit über den Bereich Alstertal hinaus bekannt. Es konnte zum Gelingen vieler Veranstaltungen beitragen bzw. trat selbst als Veranstalter auf.

Es spielte z.B. anlässlich von Bos – Veranstaltungen in der Ernst – Merck – Halle, der Einweihung der Radrennbahn in Hamburg Stellingen im Jahre 1961 und vielen anderen Veranstaltungen.       

Das Blasorchester der Spielleute 1931

Mit Beginn der NS-Zeit stellten die beiden Bramfelder Kapelle ihre Aktivitäten ein. Es kam der 2. Weltkrieg, und die Bläser verloren sich aus den Augen. Im Jahr 1945 bemühte sich dann Otto Wölken zusammen mit dem damaligen Wehrführer Paul Sauerberg um eine Wiederbelebung der Blasmusik. Sie fanden Gleichgesinnte aus den ehemaligen Bramfelder Kapellen.




Das Blasorchester der Spielleute 1931

1. Reihe von links Karl Schwarz, Richard Wohlers, Max von Bargen

2. Reihe von links Walter Paepcke, Hans Finck, Otto Bruns, Rudi Rau, Helmut Gehen, Hans Schley, Erich Kock, Hein Blenner, Otto Wölken


Aber mit Interesse und Freude an der Musik allein war es nicht getan. Es fehlte an Instrumenten und Noten. Die Freunde zogen durch Bramfeld, stöberten in Kellern und auf Dachböden. Sie fanden so manche Schätze, die sie so dringend für ihren Zweck benötigten.

Der Wehrführer Paul Sauerberg sorgte dafür, dass die Musiker eingekleidet wurden, und so hatte Bramfeld im Jahre 1946 wieder eine Feuerwehr – Kapelle. 15 gestandene Musiker unter der Leitung von Otto Wölken sorgten dafür, dass die Feuerwehr Kapelle aus Bramfeld wieder bekannt wurde. Sie spielten bei Verbandsfeuerwehrfesten sowie bei Dorf- und Volksfesten. Wenn ein Ständchen zu bringen war, wurden die Bramfelder gerufen.

Als 1950 die International Cooks Assciation aus Chicago in Hamburg tagte, standen die Bramfelder auf den Rollfeld in Fuhlsbüttel um den Präsidenten dieser Organisation mit Musik zu empfangen.


Die Bramfelder “Köche” – 1950


Sie spielten die amerikanische Nationalhymne sowie “Unterm Sternenbanner; denn es gab 1950 keine offizielle deutsche Nationalhymne. Aber die Bramfelder hatten schonandere Hürden genommen und so schafften sie auch dieses. Es wurde “Stadt Hamburg an der Elbe Auen” aufgelegt und als besondere Zugabe der damals sehr bekannte Karnevalsschlager “Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien” gespielt

Schon damals erkannte Otto Wölken, dass ohne Nachwuchsmusiker die Existenz der Kapelle nicht gewährleistet war, und so widmete er sich in seiner Freizeit zusätzlich noch der Ausbildung des Nachwuchses. Der Unterricht fand in der Waschküche von “Bläser-Otto” statt, und zwar kostenlos. Nur im Winter, wenn es zu kalt war, musste “bezahlt” werden. D.h. die Schüler mussten Holz oder Briketts mitbringen, damit ihnen die Ventile der Instrumente nicht einfroren.

Die Zahl derer, die in Bramfeld einmal angefangen haben, ein Blasinstrument zu spielen, ist heute nicht mehr genau zu ermitteln; aber in den Reihen unseres Orchesters spielten noch heute einiger dieser ehemaligen “Lehrlinge”: von denen die 1950 anfingen sind heute (1985) noch Herbert Wulf (Bariton), Hein Stender (Tenorhorn), Hans Kiel (Klarinette) und Günter Schmidt (Es-Horn) als aktive Bläser dabei.       

75 Jahre Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Bramfeld 1910 – 1985

Erstmals im Jahre 1909 wurde in den Protokollen der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld, Kreis Stormarn, die Gründung einer Feuerwehr – Kapelle erwähnt. Aber es sollte noch ein Jahr vergehen, ehe es Ernst Schacht 1910 gelang, aus den Reihen der Feuerwehr eine Kapelle zu Gründen.


Musik – Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld 1910

Die Leitung der Kapelle hatte Ernst Schacht übernommen; geprobt wurde auf der Kegelbahn der ehemaligen Gastwirtschaft Eggers. Damit die Bläser auch intensiv probten, wurde die Tür von der Kegelbahn zur Gaststube abgeschlossen..

Ernst Schacht ist es gelungen, die “Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld” im Verbandsbereich des Kreises Stormarn und darüber hinaus bekannt zu machen, und das, obwohl die Mitglieder neben der Musik auch noch ihren Feuerwehrdienst zu verrichten hatte. In der Zeit von 1910 bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges gab es im Kreis Stormarn kaum ein Verbands- oder Dorffest, zu dem nicht die Bramfelder aufspielten.

Nach Beendigung des Krieges war es erneut Ernst Schacht, dem es wiederum gelang, die Musiker zu vereinen und seine Idee von der Feuerwehr – Kapelle Bramfeld in die tat umzusetzen.

1924 bestand die Kapelle inzwischen aus 23 Mitgliedern

Von links stehend: Karl Martens, Georg Bade, Walter Warncke, Rektor Honko, Hermann Giebel, Gustav Schwarz, Willi Prigge, Hans Carstens, Max Lüdemann, Franz Martens, Hinrich Carstens, Rudolf BehrensSitzend: Lehrer Hamann, Hermann Lüdemann sen., Otto Giebel sen., Ernst Schacht, Willi Woltemath, Julius Toll, Karl Stöving
Liegend: Hans Barthold, Otto Giebel jun., Walter Szitnick, Hermann Lüdemann jun.



Im Jahre 1928 gab Ernst Schacht die musikalische Leitung der Kapelle an Hans Büterich ab. Hans Büterich, ein Bayer, den es in den Norden Deutschlands verschlagen hatte, war ein ehemaliger Militärmusiker, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hatte. Unter seiner Leitung erlebte die Kapelle eine außerordentliche Steigerung ihres Können.

Im Jahre 1931 bekam die Feuerwehr – Kapelle Konkurrenz. In Bramfeld bildete sich ein zweites Blasorchester, das zum größten Teil aus ehemaligen Spielleuten des Turn- und Sportvereinigung bestand. Diese Musiker, die aus dem ebenfalls von Ernst Schacht gegründeten Trommler- und Pfeiferkorps hervorgingen, waren aufgrund ihrer Noten- und Harmoniekenntnisse schon sehr bald in der Lage eine hervorragende Blasmusik zu machen.